DIE EU-AGRARSUBVENTIONEN SIND VERANTWORTLICH FÜR DEN HUNGER IN DER DRITTEN WELT

Oft wird der Gemeinsamen Agrarpolitik vorgeworfen, sie führe zu Produktionsüberschüssen und heble die Wettbewerbsfähigkeit der Bauern in Entwicklungsländern durch die an Bauern innerhalb der EU gezahlten Subventionen vollkommen aus. Die Zahlen für das Import- und Exportgeschäft sprechen jedoch eine andere Sprache: Die Zölle für Erzeugnisse aus den Entwicklungsländern sind äußerst gering bis nicht mehr vorhanden. Fast 40 % der afrikanischen Exporte gehen in die EU. Die Einfuhren aus Entwicklungsländern machen 70 % des gesamten EU-Imports aus, während die Einfuhren aus Entwicklungsländern in die USA, Kanada, Japan, Australien und Neuseeland nur 50 % der gesamten Importe aller Länder betragen.

Auch auf der Exportseite hat die dramatische Reduktion der Subventionen dazu geführt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Bauern in den Entwicklungsländern erhalten bleibt. So waren es vor 15 Jahren noch 10 Milliarden Euro an Zuschüssen, 2009 nur noch 350 Millionen und in den WTO-Verhandlungen wurde seitens der EU sogar eine komplette Abschaffung der Subventionen bis 2013 angeboten. Die Höhe der einzelnen Subventionen an europäische Bauern beträgt dabei nur die Hälfte des Wertes der Zahlungen, die an einen amerikanischen Bauern geleistet werden. Auch der Charakter der Subventionen muss in Betracht gezogen werden: 90 % der Direkthilfen an europäische Landwirte haben keinerlei beeinflussende Wirkung auf den Wettbewerb, da sie nicht an die Erzeugung gebunden sind.

Weitere Informationen: ec.europa.eu/budget/explained/myths/myths_de.cfm