DIE EU STELLT UNMÖGLICHE REGELUNGEN WIE DEN KRÜMMUNGSGRAD EINER GURKE AUF!

Dies stimmt nur zum Teil. Die Kommission verabschiedete im Jahr 1988 eine Verordnung zur Festsetzung von Qualitätsnormen für Gurken. Diese wurde aber bereits in den 60er Jahren auf Wunsch des Handels und der UN-Wirtschaftskommission als UN/ECE-Norm FFV-15 des "Economic Council for Europe" der Vereinten Nationen in Genf entwickelt. Viele Länder, unter anderem Deutschland und Österreich, haben damals diese Regelung mitgestaltet. Schließlich hatte Handel und Landwirtschaft Interesse an einer praktischen Handhabe. Zudem vereinfachte die Regulierung den Transport von Kisten einheitlicher Größe. Viele europäische Länder übernahmen diese Regelung also schon lange vor der Verordnung durch die EU. Fast alle Gemüse- und Obstsorten unterlagen solchen oder ähnlichen Normierungen. Im November 2008 wurde die "Gurken-Regelung" jedoch wieder abgeschafft unter dem Protest der betroffenen Händler und Bauern. Generell muss die EU-Kommission jeden ihrer Gesetzesinitiativen dahingehend begründen, inwiefern dieser notwendig ist und weshalb dies in die Zuständigkeit der EU fallen sollte.

Geschichte der Gurke in Österreich:ec.europa.eu/austria/documents/_1341_gurken.pdf

Pressemitteilung: www.euractiv.com/de/gap/kommission-gurken-duerfen-wieder-news-254486