ERGEBNIS DES REFERENDUMS IST BEDAUERLICH, ABER KEINE KATASTROPHE

24.06.2016

ERGEBNIS DES REFERENDUMS IST BEDAUERLICH, ABER KEINE KATASTROPHE / EU BENÖTIGT UMFASSENDE REFORMEN

Das Ergebnis des Volksentscheids sei „bedauerlich, aber keine Katastrophe“, sagte der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen zum Wunsch der Briten, die Europäische Union zu verlassen.

Die EU werde ihren Weg auch ohne das Vereinigte Königreich fortsetzen können, allerdings nur auf der Grundlage umfassender Reformen. Möglichen Nachverhandlungen erteilte Langen eine klare Absage. „Das Votum ist eindeutig, weitere Zugeständnisse an Großbritannien darf es nicht geben, allein schon, um Nachahmungseffekte zu vermeiden“, so Langen. „Europa muss sich stetig weiterentwickeln. Wenn ein Land diesen Weg nicht mitgehen will, kann man darauf keine Rücksicht nehmen“. Großbritannien habe aufgrund seiner Geschichte schon immer eine Sonderrolle in der EU eingenommen.

Die Stabilität der Eurozone sei nicht in Gefahr, auch wenn die Börsen erwartungsgemäß mit deutlichen Kursverlusten auf die Entscheidung reagierten. Auf Dauer müsse die EU aber auf ein neues Fundament gestellt werden. „Sowohl der Verbleib Griechenlands in der Eurozone um jeden Preis, als auch die gleichen Stimmrechte kleinerer Mitgliedstaaten bei institutionellen Entscheidungen, könnten die EU in Zukunft schwer belasten“, sagte Langen.

Er hoffe jetzt auf schnelle und konstruktive Austrittsverhandlungen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. „Die EU hat in ihrer Geschichte schon viele Krisen gemeistert und sie wird auch diese Situation überstehen. In den nächsten zwei Jahren müssen aber entscheidende Weichen für die Zukunft unseres Kontinents gestellt werden“, so Langen.