ERKLÄRUNGEN DES EZB-PRÄSIDENTEN DRAGHI ZUR ANACREDIT-DATENBANK UNZUREICHEND

12.11.2015

STARRE GELDPOLITIK DER EZB SCHADET SPARERN

Werner Langen (EVP/CDU): Als „völlig unzureichend und der Sache nicht gerecht werdend“, hat der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen die Aussagen von EZB-Präsident Draghi zur geplanten AnaCredit-Datenbank bezeichnet. Draghi habe in der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses die Frage nach der Notwendigkeit des Projekts nicht beantworten können oder wollen. Der Verweis auf andere Direktoriumsmitglieder der EZB sei schon wenig hilfreich. „Die Aussage Draghis, man könne auf die Informationen der EZB-Webseite zurückgreifen, lässt mich aber daran zweifeln, ob der EZB-Präsident dem Parlament mit dem nötigen Respekt begegnet“, sagte Langen. Er bezeichnete die Planungen der EZB als „Schaffung eines bürokratischen Monsters, ohne Klarheit, wie dadurch die Krisensicherheit der europäischen Finanzmärkte erhöht werden soll.“

Langen kritisierte ebenfalls das starre Festhalten Draghis am zwei Prozent Inflationsziel sowie die damit begründete expansive Geldmengenpolitik und die ausufernden Aufkäufe von Staatsanleihen. Dieses Ziel sei selbstgesetzt und durch die Geldpolitik der EZB offensichtlich nicht zu erreichen. „Ausbaden müssen diese verfehlte Geldpolitik die Menschen mit Lebensversicherungen und die kleinen Sparer im Hinblick auf ihre Altersvorsorge. Daher fordere ich die EZB hier zu mehr Flexibilität und einem Ende der expansiven Geldpolitik auf“, so Langen.

Für weitere Informationen:

Dr. Werner Langen MdEP, Tel. +32 2 284 7385