EU-BERICHT ZU BADEGEWÄSSERN MACHT LUST AUF SOMMER

06.06.2016

Es gibt gute Nachrichten für alle Wasserratten: Sobald die aktuellen Unwetter überstanden sind, kann die Badesaison wieder losgehen und das hierzulande ganz ohne Bedenken. Die Europäische Umweltagentur (EUA) und die Europäische Kommission haben den jährlichen Bericht über die Qualität der Badegewässer in Europa vorgestellt. Das Ergebnis: Deutschland schneidet sehr gut ab, 90% der Badegewässer haben eine exzellente Qualität.

Der Bericht präsentiert die Ergebnisse von Proben aus der Badesaison 2015 und ist somit ein zuverlässiger Indikator, an welchen Stellen auch in diesem Sommer sorglos gebadet werden kann. Von den insgesamt 2292 untersuchten deutschen Plätzen fielen nur fünf Gewässer durch. In Rheinland-Pfalz haben alle bestanden, die meisten sogar mit Bestnote.

Diese Ergebnisse sind Teil einer EU-weiten Studie: 21.000 Küsten- und Binnenbadeorte in der gesamten EU, Albanien und der Schweiz wurden auf Fäkalverschmutzungen untersucht. Hauptursachen für solche Verunreinigungen sind unzureichend geklärte Abwässer und tierische Exkremente, die durch Wasser von landwirtschaftlichen Betrieben und landwirtschaftlichen Nutzflächen in die Badegewässer geschwemmt werden. Auch schwere Regenfälle und überfließende Kanalisation können Bakterien in die Gewässer spülen, die in der Folge krank machen können.

Der Bericht gibt allerdings größtenteils Entwarnung, denn 96% aller überwachten Badegebiete entsprechen den europäischen Mindestanforderungen, 84% genügen sogar höchsten Ansprüchen. Hans Bruyninckx, Exekutivdirektor der EUA, sagte: „Unsere Bewertung zeigt, dass die Gewässerqualität über die Jahre erheblich gestiegen ist. Mehr und mehr Badegewässer erfüllen nicht nur die Mindestanforderungen, sondern genügen höchsten Ansprüchen. In einigen Städten können die Menschen sogar ein Bad in öffentlichen Hafenschwimmbädern genießen.“

Die EUA hat eine interaktive Karte veröffentlicht, auf der man sich schlau machen kann. Wen es in den Sommerferien in den Süden zieht, fährt am besten nach Zypern, Griechenland oder Malta, dort haben jeweils über 97% der Badestellen das Prädikat „ausgezeichnet“ erhalten. Wer lieber in der Nähe bleibt, sollte nach Luxemburg fahren, wo alle 11 geprüften Gewässer die Topnote erhalten haben. In Frankreich und Italien wurden hingegen 95 Badestellen mit „mangelhaft“ bewertet, bei der Vielzahl an Badeplätzen sind das allerdings auch nur knapp 2-3%.

Um den vollständigen Bericht zu sehen, klicken Sie bitte hier.