EU LEGT REALISTISCHE GRENZWERTE FEST LANGEN

30.10.2015

EU LEGT REALISTISCHE GRENZWERTE FEST LANGEN / GESETZGEBERISCHE HEUCHELEI HAT EIN ENDE

Werner Langen (EVP/CDU): Die Einigung der EU-Mitgliedstaaten auf höhere Grenzwerte für Stickoxide hat der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen ausdrücklich begrüßt. Damit gehe die Phase der „gesetzgeberischen Heuchelei“ zu Ende. Jeder habe gewusst, dass die bisherigen Grenzwerte nur mit den bestehenden Tests erreichbar seien. Auch wenn jetzt vorrübergehend höhere Grenzwerte bis 2020 vereinbart seien, bleibe es eine technologische und finanzielle Herausforderung, ob ab diesem Zeitpunkt die geltenden Grenzwerte auch mit realistischeren Straßentests zu erreichen seien. „Die einzige Alternative zu den Übergangsregelungen sind höhere Dauergrenzwerte.“

Nach Ansicht von Langen wird der Dieselmotor auch in Zukunft unverzichtbar sein, weil er bei dem Klimagas CO2 die besten Reduktionsergebnisse vorweisen könne. Die Kritik der Grünen und anderen Autogegnern gegen den Diesel sei „maßlos und „unverantwortlich“.

Die europäische Autoindustrie sei weltweit wettbewerbsfähig und in zahlreichen EU-Ländern eine wichtige Basis und ein Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, nicht nur in Deutschland, Frankreich, Italien, der Slowakei, in Spanien und Polen.

Die realistische Heraufsetzung der Grenzwerte in einer fünfjährigen Übergangszeit entbinde die Automobilindustrie nicht von der Verpflichtung, die Schadstoffemissionen in Zukunft deutlich zu senken, auch wenn dies die Automobile verteuere.

Der Betrugsskandal von Volkswagen werde unabhängig von den Grenzwerten von der Justiz und vom Markt bestraft werden.