MODERATE GRENZKONTROLLEN SCHADEN SCHENGEN NICHT

21.04.2016

Werner Langen begrüßt aktuelle Studie des ifo Instituts

Systematische Grenzkontrollen haben weit weniger negative Auswirkungen auf den Handel als bisherige Schätzungen vermuten ließen. Diesen Schluss zieht das ifo Institut für Wirtschaftsforschung in einem aktuellen Forschungsbericht.

Dazu Werner Langen: "Das ist zweifellos eine gute Nachricht. Selbstverständlich verteuern Grenzkontrollen den Warenverkehr, da diese per se längere Wartezeiten und dadurch höhere Transportkosten verursachen. Es bedeutet jedoch nicht, dass das der europäische Handel nicht verkraften könnte bzw. der europäische Binnenmarkt dadurch substantiell beschädigt würde. Dazu kommt, dass diese Kosten weitaus geringer sind, als die, die durch eine völlig unkontrollierte Massenzuwanderung entstehen könnten."

Werner Langen weiter: "Temporäre Grenzkontrollen waren von Anfang an - im Falle einer Bedrohung für die innere Sicherheit eines Mitgliedstaates - im Rahmen des Schengener Abkommens vorgesehen. In Wahrheit ist es jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass wir im gesamten Schengenraum mit systematischen Grenzkontrollen rechnen müssen. Weder der europäische Binnenmarkt noch das Schengener Abkommen sind durch die derzeitigen Grenzkontrollen in seinen Grundfesten erschüttert."