Schutz für Maria Efimova

23.03.2018

Die Whistleblowerin Maria Efimova ist eine ehemalige Mitarbeiterin der Pilatus Bank und eine wichtige Zeugin in Fällen von Korruption und Geldwäsche.
Unabhängig von Efimovas Zeugenaussage, steht die Pilatus Bank seit längerer Zeit in der Kritik, eine Geldwäsche-Anlaufstelle für sehr mächtige Personen in Malta und Aserbaidschan zu sein. Die Verhaftung des Vorsitzenden der Pilatus Bank, Ali Sadr Hasheminejad, in Großbritannien bietet weitere Beweise für kriminelle Verstrickungen.
Die Komplizenschaft der Pilatus Bank mit hochrangigen maltesischen Regierungsmitarbeitern, insbesondere mit dem Stabschef des maltesischen Ministerpräsidenten, Keith Schembri, ist über durchgesickerte Berichte der maltesischen Anti-Geldwäschebörde öffentlich bekannt geworden.
Diese boshafte Kampagne der maltesischen Regierung mit dem Ziel, Efimova zu diskreditieren und zu verunglimpfen, begann unmittelbar nach ihrem Bekenntnis, eine Informantin der ermordeten Investigativjournalistin Daphne Caruana Galizia gewesen zu sein, und hält noch immer an. Daphne Caruana Galizia starb am 16. Oktober 2017. Nach ihrer Ermordung hat die Whistleblowerin Efimova bekanntgegeben, dass sie aus Angst um ihr Leben und die Sicherheit ihrer Familie aus Malta geflohen sei. Als die Angst und der Druck vor einer möglichen Festnahme zunahmen, stellte sie sich am Montagabend den griechischen Behörden.
Die Söhne von Daphne Caruana Galizia erklärten: „Die europäischen Institutionen haben beim Schutz unserer Mutter versagt. Jetzt müssen sie die Informanten mit der gleichen Kraft schützen, mit der sie das Leben unserer Mutter hätten schützen sollen. Maria Efimova ist keine EU-Staatsbürgerin, jedoch ist sie der gleichen Gefahr ausgesetzt. Sie sollte so geschützt werden, wie unsere Mutter hätte geschützt werden müssen.“
Angesichts dieser Tatsachen sowie der unsinnigen Vorwürfe gegen die Whistleblowerin Maria Efimova fordern wir die griechischen Behörden auf:
Sicherzustellen, dass sie nicht nach Malta zurückgebracht wird.
Ihr und ihrer Familie Asyl zu gewähren.
Ihr und ihrer Familie Schutz und Sicherheit zu bieten.

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEP)
AUSTREVICIUS Petras, ALDE/ADLE
BAYET Hugues, SnD
BILDT CORAZZA Anna Maria, SnD
CASA David, EPP
CHILDERS Nessa, SnD
CICU Salvatore, EPP
DE LANGE Esther, EPP
DURAND Pascal, the GREENS/EFA
ENGEL Frank, EPP
FJELLNER Christofer, EPP
GASBARRA Enrico, SnD
GIEGOLD Sven, the GREENS/EFA
GOMES Ana Maria, SnD
HADJIGEORGIOU Takis , GUE/NGL
HÖKMARK Gunnar, EPP
IN'T VELD Sophie, ALDE/ADLE
JOLY Eva, the GREENS/EFA
KÖSTER Dietmar, SnD
KOULOGLOU Stelios, GUE/NGL
KYLLONEN Merja, GUE/NGL
LANGEN Werner, EPP
LE HYARIC Patrick, GUE/NGL
MACOVEI Monica, ECR
MARTIN Edouard, SnD
METSOLA Roberta, EPP
PAGAZAURTUNDÚA Maite, ALDE/ADLE
ROSATI Dariusz, EPP
SCHIRDEWAN Martin, GUE/NGL
SCHULZE Sven, EPP
TOMC Romana, EPP
URBAN CRESPO Miguel, GUE/NGL
VALLI Marco, EFDD
VANDENKENDELAERE Tom, EPP
VIEU Marrie-Pierre, GUE/NGL
ZAMMIT DIMECH Francis, EPP
ZIMMER Gabriel, GUE/NGL

Hier können Sie die offizielle Pressemitteilung der EVP Fraktion nachlesen.