AfD ist der Totengräber Europas

15.01.2019

Pressemitteilung von Werner Langen:

Als „Totengräber Europas“ hat der CDU-Europaabgeordnete Werner Langen die AfD bezeichnet, die auf ihren jüngsten Kongress in Riesa die Abschaffung des direkt gewählten Europäischen Parlaments und den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union gefordert hat. Zwar sei der Austrittsantrag abgeschwächt worden und an nicht eingehaltene Reformen geknüpft worden, doch zeige sich darin der wahre Charakter der AfD, die leichtfertig das Friedenswerk Europa in Frage stelle. Gerade Deutschland sei heute nach seiner historischen Verantwortung insbesondere im zweiten Weltkrieg in Europa anerkannt und eingebunden, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Wer dies in Frage stelle und auf die Rückkehr zu Nationalstaaten und zur Abschaffung der Europäischen Union dränge, setze die Erfolge der internationalen Zusammenarbeit und damit den Frieden aufs Spiel.

Gerade 100 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges, „sei dies ein unverantwortliches Spiel mit dem Feuer“. In Zeiten der Globalisierung und der Herausbildung international starker Blöcke wie China und die USA könne Europa sich in allen wichtigen internationalen Fragen nur gemeinsam behaupten. Deutschland als Nationalstaat sei auf Dauer auch mit seinen über 80 Millionen Einwohner zu klein, um sich in Fragen der Terrorismusbekämpfung, der Verteidigung, des Klimaschutzes, der Armutsbekämpfung, der Migration und der wirtschaftlichen Entwicklung behaupten zu können. Der unsägliche „Nationalismus“, der aus den AfD-Europabeschlüssen spreche, sei unverantwortlich und undemokratisch.

Die AfD müsse sich fragen lassen, wieso Sie für das Europaparlament kandidieren wolle, wenn Sie Europa ohnehin zerstören und bekämpfen wolle. Gerade der anstehende Brexit zeige, dass ein einzelner Staat, der heute noch Mitglied der Europäischen Union sei, in größte Turbulenzen kommen könne, wenn er austrete. Gerade Deutschland verdanke der Europäischen Union und dem Europäischen Binnenmarkt vielfältige, politische, wirtschaftliche und soziale Vorteile, die leichtfertig auf das Spiel gesetzt werden würden. Eine Koalition der Demokraten und Pro-Europäer sei notwendig, um diese antieuropäische AfD zu stoppen.